Während der letzte Rest sinnloser Zorn lautlos verfliegt wie Rauch,
und gewarnt wird vor der wieder nächsten Gefahr, da am Horizont
- ja, ich seh sie auch -
halten wir uns aneinander fest und halten uns gerade noch so.
Vom Unglück verschont sein, ist ungerecht. Wir hören Nachrichten im Radio
und der Frühling zieht ein wie jedes Jahr. Der Wind wiegt sich leicht.
Und die Welt ist längst dabei unterzugehen. Halt nur nicht für alle zugleich.
Wir sind in der Sanduhr zwei Körnchen am Rand, die der rinnende Trichter noch schont.
Noch kein Rutschen, kein Taumeln, kein Fall, so viel Sorglosigkeit gewohnt.
Um uns Leute beim Einkauf in Outdoor-Jacken mit Masken auf oder halt nicht
Und der speziellen Unzufriedenheit reicher Leute auf ihrem Gesicht.
Wir planen die Zukunft und wissen Bescheid, jeder in seinem Bereich
Und nebenher ist die Welt dabei unterzugehen, halt nur nicht für alle zugleich.
Und über unsere Köpfe hinweg fliegen Jets und die letzten Bienen.
Und wir haben nichts anzubieten als korrekte Sprache und betroffene Minen.
Und haben uns seltsamerweise so schnell dran gewöhnt. Wir waren nur ganz kurz entsetzt,
dass die Welt dabei ist unterzugehen. Bloß halt für uns noch nicht jetzt.