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Ich stand auf hohem Berge - arbeit
Written by:Marcel Daemgen
Ich stand auf hohem berge
Sah runter ins tiefe tal
Ein schifflein sah ich schweben
Darin drei grafen warn
Der jüngste von den grafen
Der jüngste von den grafen
Der in dem schifflein saß
Gab mir einmal zu trinken
Gab mir einmal zu trinken
Aus einem venedischen glas
Er zog von seinem finger
Ein goldenes ringelein
Nimm hin du hübsche feine
Nimm hin du hübsche feine
Das soll dein denkmal sein
Was soll ich mit dem ringe
Den ich nicht tragen kann
Ich bin ein armes mädchen
Ich bin ein armes mädchen
Das stehet mir nicht an
Und weil ich ja nicht reich bin
Daß es dem herren frommt
Will ich die zeit abwarten
Will ich die zeit abwarten
Bis meinesgleichen kommt
Ach mädchen du wärst schön genug
Wärst du nur ein wenig reich
Das stehet mir nicht an
Das stehet mir nicht an
Und weil ich ja nicht reich bin
Und als der graf geritten kam
Wohl vor des klosters tür
Fragt er nach seiner liebsten
Fragt er nach seiner liebsten
Ob sie wohl darinnen wär
Sie kam mit einem becher
Den sie dem ritter bot
Er trank und ein paar stunden
Er trank und ein paar stunden
Danach war er schon tot