Ich renn in Funken,
brenn in Sekunden,
was mich trägt,
verliert sich schnell.
Und doch weiß ich,
irgendwo in mir
fließt ein Strom,
der niemals versiegt.
Wie Wasser bin ich,
immer auf dem Weg,
mal wild, mal still,
doch nie verkehrt.
Und wer mich hält,
der spürt: ich geh,
doch ich komm zurück,
wie Wasser eben geht.
Ich hab so oft gedacht:
„Ich bleib nicht genug.“
Hab Schuld gesammelt,
als wär ich zu schwach.
Doch mein Herz schlägt
in einem anderen Takt,
ein Rhythmus,
der sich nicht verbiegen lässt.
Wie Wasser bin ich,
immer auf dem Weg,
mal wild, mal still,
doch nie verkehrt.
Und wer mich hält,
der spürt: ich geh,
doch ich komm zurück,
wie Wasser eben geht.
Und manchmal find ich dich,
der nicht bremst,
der nicht fragt:
„Warum bist du so?“
Sondern meine Strömung
einfach nimmt,
mich fließen lässt
und darin bleibt.
Wie Wasser bin ich,
immer auf dem Weg,
mal wild, mal still,
doch nie verkehrt.
Und wer mich liebt,
der weiß: ich geh,
doch ich komm zurück,
wie Wasser eben geht.
Ich bin kein Fehler,
ich bin kein Bruch.
Ich bin Bewegung,
ich bin genug.
Halt mich nicht fest,
geh einfach mit,
dann sind wir Fluss,
und wir tragen uns mit.
Wie Wasser bin ich,
immer auf dem Weg,
mal wild, mal still,
doch nie verkehrt.
Und wer mich hält,
der spürt: ich geh,
doch ich komm zurück,
wie Wasser eben geht.