
时间:2006-10-27
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Elisabeth, Mach auf mein Engel
Ich, dein Mann, sehn' mich nach dir
Lass mich bei dir sein
Hinter mir liegt ein Tag voll Problemen
Frankreich beginnt mir offen zu drohn
Skandale, die kein Ende nehmen
Staatsbankrott, Krieg und Revolution
Eine Selbstmordwelle, neue Typhusfälle
Hilf mir einzuschlafen
So wie ein Schiff im sicher'n Hafen
Von deiner Zärtlichkeit bewacht
Und ohne Wunsch für eine Nacht
Nun öffne mir, Lass mich nicht warten
Sei die Frau, die mich versteht, Elisabeth
Warum gehst du nicht zu deiner Mutter
Sie war dir auch sonst immer lieber
Engel?
Verschon mich
Was hab ich getan
Du lässt zu, dass Rudolf gequält wird
Rudolf? Gequält?
Ich hab alles erfah'n
Deine Mutter gab ihn ihrem Folterschergen
Sie lässt ihn wie mich zum Kaiser erziehn
Er ist noch zu weich
Ihr wollt ihn zerstörn
Doch ich werd mir das nicht länger ansehn
Entweder sie oder ich
Ich habe ein förmliches Ultimatum aufgesetzt
Wenn du mich nicht verlieren willst
Erfüll' es
Ich möchte selbst über die Erziehung
Meiner Kinder bestimmen
Und von nun an will ich entscheiden was ich tue und lasse
Lies mein Schreiben und entscheide dich
Für deine Mutter oder mich
Und jetzt lass mich allein
Elisabeth, sei nicht verzweifelt
Ruh dich aus in meinem Arm
Ich will dich trösten
Flieh, und du wirst frei sein
Und alles Kämpfen wird vorbei sein
Ich führ dich fort aus Raum und Zeit
In eine bess're Wirklichkeit
Elisabeth, Elisabeth
Ich liebe dich
Nein! Ich möchte leben
Ich bin zu jung, um aufzugeben
Ich weiss, ich kann mich selbst befrein
Jetzt setz ich meine Schönheit ein
Geh! Ich will dich nicht
Ich brauch dich nicht
Geh!