Ich stolper durch eure Gesichter,
die mich nur anders sehen.
Fühl mich falsch in meiner Mitte,
wo andre sicher stehen.
Ich such nach einem Zeichen,
ob ich hier darf und wie ich bin,
und merk, dass meine Fragen
gegen mein eigentliches Sein sind.
Ich halte, was mich trägt.
Ich lasse, was sich bewegen will.
Ich spüre, was in mir lebt.
Und weite mein inneren Platz ganz innen still.
Ich bin im Raum – und bleibe Raum.
Und alles, was sich bewegt,
bewegt sich in mir – und steht.
Zu viele Stimmen reden,
zu viele Lichter schrein.
Ich will nur kurz verschwinden,
und wieder Atem sein.
Die Welt zieht an mir zerrend,
mein Herz hat keine Haut –
und merk, dass ich im Außen
mich selbst zu laut gebaut.
Ich halte, was mich trägt.
Ich lasse, was sich bewegen will.
Ich spüre, was in mir lebt.
Und weite mein inneren Platz ganz innen still.
Ich bin im Raum – und bleibe Raum.
Und alles, was sich bewegt,
bewegt sich in mir – und steht.
Dann ist da diese Stille,
die scheint, als wär ich fort.
Kein Echo, keine Richtung,
nur Schatten ohne Wort.
Ich such nach einem Fühlen,
das mir beweist, ich sei –
und merk, dass ich im Nichts
mich selbst nur trage daran vorbei.
Ich halte, was mich trägt.
Ich lasse, was sich bewegen will.
Ich spüre, was in mir lebt.
Und weite mein inneren Platz ganz innen still.
Ich bin im Raum – und bleibe Raum.
Und alles, was sich bewegt,
bewegt sich in mir – und steht.
Ich renn vor meinen Kreisen,
die mich im Kopf verführ’n.
Ich bau mir hundert Wege,
und kann mich doch nicht führ’n.
Ich jag mir selbst die Kreise,
den Sinn, der nie vergeht –
und merk, dass ich im Rennen
das Stehen überseh.
Ich halte, was mich trägt.
Ich lasse, was sich bewegen will.
Ich spüre, was in mir lebt.
Und weite meinen inneren Platz ganz innen still.
Ich bin im Raum – und bleibe Raum.
Und alles, was sich bewegt,
bewegt sich in mir – und steht.