Fraß oder Fresser-Stillste Stund

Fraß oder Fresser

时间:2003-11-17

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歌词

Mein Fell stellte sich auf, als ich das erste Mal

aus dem Dunkel der Nacht hervortrat.

Es war wie die Erlösung von einer langen Zeit

in einer tauben Haut.

Umrissen von Gerüchen, Geräuschen

undunzähligen weiteren Wahrnehmungen,

gewann die Nacht um mich herum

schnell an Bedeutung.

Meine Haut prickelte vor Wonne

unter dem dichten, schwarzen Fell.

Mir war danach zumute einen langen,

durchdringenden Schrei zu entfesseln,

der Welt zu bekunden, dass ich nun war,

um die mir eigenen Kräfte und Fähigkeiten

an ihr zu erproben.

Schon bald hing ein Geruch in der Luft

wie ein tödliches Gas,

das mir die Sinne vernebelte

und meine Fähigkeit zum Urteilen

erheblich einschränkte.

(Komm!)

Ich spannte meinen Gehörsinn bis zum Äußersten,

während ich meinen Raumsinn durch den Wald schickte.

(Worauf wartest du?)

Einem Gefühl, das ich nicht in Frage stellte, folgend,

drang ich tiefer in den Wald vor - immer tiefer...

Dann halt! Auf einer Lichtung stand ein Geschöpf.

Es schien etwas zu ahnen. Die großen dunklen Augen

streiften ängstlich über die Büsche.

Seine erregenden Ausdünstungen

schienen den ganzen Wald zu erfüllen

und wollten mir schier die Sinne rauben.

Mich gelüstete nach der atmenden,

fleischigen Gestalt, die angestrengt horchte.

Ich pirschte mich weiter an sie heran.

Immer näher...

Sauber packte ich das Geschöpf,

riss es aus dem Mittelpunkt seines Netzes

aus Schwingungen, die mein Raumsinn wahrnahm,

und schlug meine Krallen tief in das feste Fleisch

eines erstaunlich lebendigen Körpers.

Ein rascher Biss hinter den Kopf,

und die Ruhe kehrte in den von

schrillen Schreien aufgewühlten Wald zurück.

In heißen Stößen schoss das Blut aus dem Körper

und trug bald den letzten Atemzug mit sich fort.

Die Augen vertrübten sich.

Die Natur ist gnädig und das Entsetzen

hat eine unbeschreibliche Schönheit!

(Alles Leben ist Raub. Fraß oder Fresser wirst du sein!)

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