
时间:1996-01-01
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Mozart: Die Zauberflöte, K. 620, Act 1:"Die Weisheitslehre dieser Knaben" -"Wo willst du kühner Fremdling hin?" (Tamino, Sprecher, Chor) - Les Arts Florissants/William Christie/Hans Peter Blochwitz/Willard White
Lyrics by:Schikaneder
Composed by:Wolfgang Amadeus Mozart
Tamino:
Die Weisheitslehre dieser Knaben
Sey ewig mir ins Herz gegraben
Wo bin ich nun
Was wird mit mir
Ist dies der Sitz der Götter hier
Es zeigen die Pforten es zeigen die Säulen
Dass Klugheit und Arbeit und Künste hier weilen
Wo Thätigkeit thronet und Müssiggang weicht
Erhält seine Herrschaft das Laster nicht leicht
Ich mache mich muthig zur Pforte hinein
Die Absicht ist edel und lauter und rein
Erzittre feiger Bösewicht
Paminen retten
Paminen retten ist mir Pflicht
Stimme:
Zurück
Tamino:
Zurück Zurück
So wag ich hier mein Glück
Stimme:
Zurück
Tamino:
Auch hier ruft man zurück
Da sehe ich noch eine Tür
Vieleicht find ich den Eingang hier
Priestero:
Wo willst du kühner Fremdling hin
Was suchst du hier i'm Heiligthum
Tamino:
Der Lieb und Tugend Eigenthum
Priestero:
Die Worte sind von hohem Sinn
Allein wie willst du diese finden
Dich leitet Lieb und Tugend nicht
Weil Tod und Rache dich entzünden
Tamino:
Nur Rache für den Bösewicht
Priestero:
Den wirst du wohl bey uns nicht finden
Tamino:
Sarastro herrscht in diesen Gründen
Priestero:
Ja ja Sarastro herrschet hier
Tamino:
Doch in dem Weisheitstempel nicht
Priestero:
Er herrscht i'm Weisheitstempel hier
Tamino:
So ist denn alles Heucheley
Priestero:
Willst du schon wieder geh'n
Tamino:
Ja ich will geh'n froh und frey
Nie euren Tempel seh'n
Priestero:
Erklär dich näher mir
Dich täuschet ein Betrug
Tamino:
Sarastro wohnet hier
Das ist mir schon genug
Priestero:
Wenn du dein Leben liebst so rede bleibe da
Sarastro hassest du
Tamino:
Ich hass ihn ewig Ja
Priestero:
Nun gieb mir deine Gründe an
Tamino:
Er ist ein Unmensch ein Tyrann
Priestero:
Ist das was du gesagt erwiesen
Tamino:
Durch ein unglücklich Weib bewiesen
Die Gram und Jammer niederdrückt
Priestero:
Ein Weib hat also dich berückt
Ein Weib thut wenig plaudert viel
Du Jüngling glaubst dem Zungenspiel
O legte doch Sarastro dir
Die Absicht seiner Handlung für
Tamino:
Die Absicht ist nur allzu klar
Riss nicht der Räuber ohn' Erbarmen
Paminen aus der Mutter Armen
Priestero:
Ja Jüngling was du sagst ist wahr
Tamino:
Wo ist sie die er uns geraubt
Man opferte vieleicht sie schon
Priestero:
Dir diess zu sagen theurer Sohn
Ist jetzund mir noch nicht erlaubt
Tamino:
Erklär diess Rätsel täusch mich nicht
Priestero:
Die Zunge bindet Eid und Pflicht
Tamino:
Wann also wird die Decke schwinden
Priestero:
So bald dich führt der Freundschaft Hand
Ins Heiligthum zum ew'gen Band
Tamino:
O ewige Nacht
Wann wirst du schwinden
Wann wird das Licht mein Auge finden
Einige Stimmen:
Bald bald Jüngling oder nie
Tamino:
Bald bald bald sagt ihr oder nie
Ihr Unsichtbaren saget mir
Lebt denn Pamina noch
Die Stimmen:
Pamina pamina lebet noch
Tamino:
Sie lebt sie lebt
Ich danke euch dafür
Wenn ich doch nur i'm Stande wäre
Allmächtige zu Eurer Ehre
Mit jedem Tone meinen Dank
Zu schildern wie er hier entsprang