
时间:2026-02-27
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"Elektra
Allein!
Weh, ganz allein.
Der Vater fort, hinabgescheucht in seine kalten
Klüfte ...
Agamemnon! Agamemnon! Wo bist du, Vater?
Hast du nicht die Kraft, dein Angesicht herauf
zu mir zu schleppen?
Es ist die Stunde, unsre Stunde ist’s, die Stunde,
wo sie dich geschlachtet haben, dein Weib
und der mit ihr in einem Bette, in deinem
königlichen Bette schläft.
Sie schlugen dich im Bade tot, dein Blut rann
über deine Augen, und das Bad dampfte von
deinem Blut, da nahm er dich, der Feige, bei den
Schultern, zerrte dich hinaus aus dem Gemach,
den Kopf voraus, die Beine schleifend hinterher:
Dein Auge, das starre, offne, sah herein ins Haus.
So kommst du wieder, setzest Fuß vor Fuß und
stehst auf einmal da, die beiden Augen weit
offen, und ein königlicher Reif von Purpur ist
um deine Stirn, der speist sich aus des Hauptes
offner Wunde.
Agamemnon!
Vater!
Ich will dich sehn, laß mich heute nicht allein!
Nur so wie gestern, wie ein Schatten, dort im
Mauerwinkel zeig dich deinem Kind!
Vater! Agamemnon, dein Tag wird kommen.
Von den Sternen stürzt alle Zeit herab, so wird
das Blut aus hundert Kehlen stürzen auf dein
Grab! So wie aus umgeworfnen Krügen wird’s
aus den gebundnen Mördern fließen, und in
einem Schwall, in einem geschwollnen Bach
wird ihres Lebens Leben aus ihnen stürzen –
und wir schlachten dir die Rosse, die im Hause
sind, wir treiben sie vor dem Grab zusammen,
und sie ahnen den Tod und wiehern in die
Todesluft und sterben. Und wir schlachten
dir die Hunde, die dir die Füße leckten, die
mit dir gejagt, denen du die Bissen hinwarfst,
darum muß ihr Blut hinab, um dir zu Dienst zu
sein, und wir, wir, dein Blut, dein Sohn Orest
und deine Töchter, wir drei, wenn Alles dies
vollbracht und Purpurgezelte aufgerichtet sind
vom Dunst des Blutes, den die Sonne nach sich
zieht, dann tanzen wir, dein Blut, rings um dein
Grab:
(in begeistertem Pathos)
und über Leichen hin werd’ ich das Knie
hochheben Schritt für Schritt, und die mich
werden so tanzen sehn, ja, die meinen Schatten
von weitem nur so werden tanzen sehn, die
werden sagen: Einem großen König wird hier ein
großes Prunkfest angestellt von seinem Fleisch
und Blut, und glücklich ist, wer Kinder hat, die
um sein hohes Grab so königliche Siegestänze
tanzen!
Agamemnon! Agamemnon!"