Elektra, Op. 58, TrV 223 - Allein! Weh, ganz allein (Elektra) (歌剧《厄勒克特拉》,Op. 58, TrV 223 - 独自一人!唉,完全独自一人(厄勒克特拉))-Iréne Theorin

Elektra, Op. 58, TrV 223 - Allein! Weh, ganz allein (Elektra) (歌剧《厄勒克特拉》,Op. 58, TrV 223 - 独自一人!唉,完全独自一人(厄勒克特拉))

时间:2026-02-27

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歌词

"Elektra

Allein!

Weh, ganz allein.

Der Vater fort, hinabgescheucht in seine kalten

Klüfte ...

Agamemnon! Agamemnon! Wo bist du, Vater?

Hast du nicht die Kraft, dein Angesicht herauf

zu mir zu schleppen?

Es ist die Stunde, unsre Stunde ist’s, die Stunde,

wo sie dich geschlachtet haben, dein Weib

und der mit ihr in einem Bette, in deinem

königlichen Bette schläft.

Sie schlugen dich im Bade tot, dein Blut rann

über deine Augen, und das Bad dampfte von

deinem Blut, da nahm er dich, der Feige, bei den

Schultern, zerrte dich hinaus aus dem Gemach,

den Kopf voraus, die Beine schleifend hinterher:

Dein Auge, das starre, offne, sah herein ins Haus.

So kommst du wieder, setzest Fuß vor Fuß und

stehst auf einmal da, die beiden Augen weit

offen, und ein königlicher Reif von Purpur ist

um deine Stirn, der speist sich aus des Hauptes

offner Wunde.

Agamemnon!

Vater!

Ich will dich sehn, laß mich heute nicht allein!

Nur so wie gestern, wie ein Schatten, dort im

Mauerwinkel zeig dich deinem Kind!

Vater! Agamemnon, dein Tag wird kommen.

Von den Sternen stürzt alle Zeit herab, so wird

das Blut aus hundert Kehlen stürzen auf dein

Grab! So wie aus umgeworfnen Krügen wird’s

aus den gebundnen Mördern fließen, und in

einem Schwall, in einem geschwollnen Bach

wird ihres Lebens Leben aus ihnen stürzen –

und wir schlachten dir die Rosse, die im Hause

sind, wir treiben sie vor dem Grab zusammen,

und sie ahnen den Tod und wiehern in die

Todesluft und sterben. Und wir schlachten

dir die Hunde, die dir die Füße leckten, die

mit dir gejagt, denen du die Bissen hinwarfst,

darum muß ihr Blut hinab, um dir zu Dienst zu

sein, und wir, wir, dein Blut, dein Sohn Orest

und deine Töchter, wir drei, wenn Alles dies

vollbracht und Purpurgezelte aufgerichtet sind

vom Dunst des Blutes, den die Sonne nach sich

zieht, dann tanzen wir, dein Blut, rings um dein

Grab:

(in begeistertem Pathos)

und über Leichen hin werd’ ich das Knie

hochheben Schritt für Schritt, und die mich

werden so tanzen sehn, ja, die meinen Schatten

von weitem nur so werden tanzen sehn, die

werden sagen: Einem großen König wird hier ein

großes Prunkfest angestellt von seinem Fleisch

und Blut, und glücklich ist, wer Kinder hat, die

um sein hohes Grab so königliche Siegestänze

tanzen!

Agamemnon! Agamemnon!"

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