Die Teller klirren, ein Satz ruft von oben,
die Spülmaschine bleibt halb offen zurück.
Ich weiß, wenn ich’s liegen lasse,
verläuft mir der Faden, verliert sich mein Glück.
Also geh ich hoch, druck’ schnell den Zettel,
und sag mir nur: Ich komm zurück –
denn die Maschine wartet,
nicht mein Kopf auf sie.
Mach’s jetzt,
wenn der Funke kurz aufflammt, bevor er entflieht.
Mach’s jetzt,
denn ein schiefer Schritt im richtigen Moment verdient.
Mach’s jetzt –
weil dein eigener Takt mehr hält
als jedes schöne „Mach erst das, dann das“.
Müll, Dose, Schlüssel – die frühe Parole,
jeder zieht mich in seine Spur.
Ich lege ab, ich nehme auf,
baue mir Zeichen an jede Tür.
Kleine Umwege fügen sich plötzlich,
wie ein Muster, das nur ich seh’ –
und alles passt,
weil ich’s im Gehen dreh’.
Mach’s jetzt,
wenn ein frischer Gedanke kurz vor dir steht.
Mach’s jetzt,
bevor er kippt, bevor er unbemerkt verweht.
Mach’s jetzt –
nicht weil’s logisch wirkt,
sondern weil’s für dich stimmt.
Die Welt spricht von Reihen, geraden Bahnen,
von Schritten, die schön sortiert.
Doch Ordnung ist für mich eine Lichtung,
die auftaucht, wenn Bewegung führt.
Folge ich ihrem Takt, verlier ich mich schneller,
als ich den zweiten Schritt versteh’.
Folge ich meinem –
kommt alles zueinander wie feiner Schnee.
Mach’s jetzt,
when ein Herzschlag dir kurz zeigt, was richtig ist.
Mach’s jetzt,
auch wenn die Welt den seltsamen Schritt vermisst.
Mach’s jetzt –
denn dein Weg wird gerade,
wenn du ihn im Gehen baust.
Ich leg mir Erinnerungen in Taschen,
stell mir Absichten in den Weg,
häng Gedanken an Türrahmen –
damit ich nicht an mir vorbeigeh’.
Es wirkt wie Chaos,
doch es schreibt mir die Richtung wo ich seh.
Mach’s jetzt,
weil dein Schritt im Moment dich weiterträgt.
Mach’s jetzt,
und du spürst, wie die Last sich heimwärts legt.
Mach’s jetzt –
bis die Welt kurz still wird
und du dort ankommst,
wo du wirklich bist.